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Der Name „natürlichgestellt“ verrät sowohl Geheimnis als auch Methode.

Sobald eine Kamera auf einen Menschen gerichtet wird und diesem bewusst ist, dass es ihm nun bevor steht, gleich in einem bestimmten Moment auf einem Bild festgehalten zu werden, wird er sich meist sehr bewusst danach verhalten. Kommen dann noch Anweisungen, des Fotografierenden wie etwa „mehr nach links!“, „Kinn höher!“, „Kopf nach rechts!“ etc. hinzu, endet das meist nach einiger Zeit in der mehr oder minder frustrierten Feststellung: „das sieht ja gestellt aus!“. Manche Situationen lassen sich aber eben mit so einem technischen Gerät, das gewisse Parameter wie Belichtungszeit, Licht und Fokusierung verlangt nicht meistern ohne dass ein bisschen nachgeholfen werden muss. Wenn danach dann beim Betrachter des fertigen Fotos die Frage aufgeworfen werden kann, ob eine Fotosituation genau so stattgefunden hat oder ob sie gestellt wurde, hat sich der Aufwand gelohnt. Aber auch von vornherein gestellte Situationen, wie etwa Bewerbungsfotos, müssen nicht weniger gut wirken, nur weil sie gestellt sind. Vielmehr sollte sich der portraitierte Mensch in dieser Situaiton wohlfühlen können.

Das Geheimnis: die meisten Portraitaufnahmen sind inszeniert – natürlichgestellt!

Ziel ist es möglichst persönliche Züge und Ausdrücke des portraitierten Menschen darzustellen. Eigenheiten, bequeme Haltungen und ein allgemeines Wohlgefühl gehen inszeniertem Posing vor. Dabei gebe ich aber auch gerne den ein oder anderen Hinweis um möglichst das Optimum dessen zu erreichen, was diesen portraitierten Menschen ausmacht.

Die Methode: Zeit, Beobachtung und Kommunikation – natürlichgestellt!

Vielleicht ist die Zeit der eigenen blogs und eigenen Internetseiten im Zuge von facebook, instagram und Co. schon vorbei, hier ist dennoch ein blog und Internetseite von mir!

Der Aufwand einen blog oder eine eigenen Interenetpräsenz zu erstellen und zu pflegen, ist eben immer noch recht groß und mit viel Handarbeit verbunden – so ist es auch mit meiner Fotografie. Neben der digitalen Fotografie, die gerne auch dazu verleitet viel Bildmaterial zu produzieren, biete ich hier auch einige analoge Projekte an. Also so richtig mit Filmen in alten Kameras, die nach der Belichtung (soweit es sich um Schwarz-Weiss-Filme handelt) von mir entwickelt werden. Von den Negativen werden auch wieder in Handarbeit Abzüge im eigenen kleinen Labor erstellt.

(Foto: Carsten Nichte – nichte.de)